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Über den e.V. » Vereinschronik

100 jahre Liederkranz Waldhausen e.V.

Grußwort des Ortsvorstehers

Sehr geehrte Gäste,

werte Mitglieder des Liederkranzes Waldhausen, liebe Mitbürger, 100 Jahre Liederkranz Waldhausen ist mit Fug und Recht ein Anlass zum Feiern. In 100 Jahren bewegter Vereinsgeschichte mit vielen Höhepunkten, aber auch Tiefs präsentiert sich unser Gesangsverein in diesen Tagen der Bevölkerung von Waldhausen und über die Region hinaus. In der vielfältigen Palette unserer örtlichen Vereine ragt der Liederkranz als weiterer Leuchtturm heraus und spielt in unserem kulturellen Leben eine große und wichtige Rolle. Seien es Konzerte in eigener Sache, Begleitung von Kirchenfesten oder Umrahmung von öffentlichen Ereignissen und Festlichkeiten, war der Liederkranz immer präsent, um unseren Stadtbezirk positiv darzustellen.

Über 2 unselige Weltkriege hinweg fanden viele Menschen im Verein eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und beispielhafte Kameradschaft. Viele Neubürger integrierten sich über unseren Liederkranz in die Gemeinde und wurden ohne Schwierigkeiten aufgenommen. Schon im Mittelalter waren Minnesänger unterwegs um über den Gesang Nachrichten zu verbreiten. Liedgut mit vielen Themen werden auch vom Liederkranz vorgetragen und verbreiten Freude und Begeisterung in der Bevölkerung. Nach dem Motto „Dort wo man singt, da lass dich ruhig nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder“ wünsche ich dem Liederkranz Waldhausen ein erfolgreiches Jubiläum und Glück Auf für die Zukunft. Im Namen der Gemeindeverwaltung und des Ortschaftsrates danke ich allen, die zum Gelingen der Festlichkeiten beitrugen, insbesondere den letzten Vorsitzenden Herrn „Schorsch“ Georg Dambacher, der über 24 Jahre die Geschicke des Vereines lenkte, sowie Helmut Himml und dem derzeitigen Vorsitzenden Adolf Lang.

Ihr Herbert Brenner
Ortsvorsteher


Grußwort des 1. Vorsitzenden & des Dirigenten

Liebe Sängerinnen und Sänger, sehr geehrte Festgäste,
100 Jahre Liederkranz Waldhausen muss gefeiert werden. In dem uns möglichen Rahmen wollen wir dieses große Ereignis gebührend würdigen. Wir feiern das Ereignis mit einem Festabend am 6. Juni 2009 und mit einem Kirchenkonzert am 28. November 2009, wozu wir Sie in unserer Gemeinde auf das Freundlichste willkommen heißen und dazu einladen mit uns dieses Jubiläum zu feiern.
Dieser Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte erlaubt uns auf Vergangenes und Erreichtes zurückzublicken, aber auch einen Blick nach vorn in die Zukunft zu wagen. Wir danken in erster Linie unseren Vorsitzenden und Chorleitern, die den Verein vor uns geleitet haben.
Froh und stolz sind wir, dass das gemeinsame Singen in einem Chor in unserer Gemeinde doch noch einen hohen Stellenwert genießt, den wir auch unseren Kindern mit auf den Weg geben müssen, damit auch das Singen im Chor weiter eine Zukunft hat, getreu unserem Jubiläumsmotto:
 
„100 Jahre Freude am Chor“
Wir freuen uns, dass im Jubiläumsjahr der Gemischte Chor, der durch einen Projektchor Verstärkung fand, miteinander harmonieren und das Singen im Chor ein Gemeinschaftserlebnis bildet, bei dem der Wille zum gelungenen Chorvortrag ausgeprägt ist, den wir dann zur eigenen und zur Freude anderer Menschen in die Gemeinde überbringen wollen.
Damit die Waldhäuser Bevölkerung auch in Zukunft solche Feste feiern und somit ein Stück Tradition weiter pflegen kann, gilt unser Appell besonders der jüngeren Generation nicht nur zuhören, sondern auch aktiv mit zu gestalten. Deshalb auch hier an Sie der Aufruf:

„Machen Sie bei uns mit!“
 
Als Vorsitzender und Chorleiter des Liederkranzes Waldhausen wünschen wir allen Sängerinnen und Sängern, der Waldhäuser Bevölkerung und allen Besuchern aus Nah und Fern erlebnisreiche und eindrucksvolle Stunden und dass unsere Jubiläumsveranstaltungen bei Ihnen noch lange in guter Erinnerung bleiben mögen.
Mit kameradschaftlichen Sängergrüßen
 
Vorstand Dirigent

Adolf Lang Franz Xaver Klotzbücher
1. Vorsitzender Chorleiter

100 Jahre
Liederkranz Waldhausen e.V.
1909 - 2009

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts erlebte die Sängerbewegung eine Glanzzeit mit prachtvollen, farbenfrohen Festen. In den meisten Orten rings um Waldhausen bestanden bereits Gesangsvereine.

Das mag wohl mit ein Grund dafür gewesen sein, dass sich auf Einladung des damaligen Unterlehrers Bernhard Heine am 5. Juni 1909 in der Gastwirtschaft „Lamm“ in Affalterwang einige sangesfreudige Männer getroffen haben, um auch hier einen Gesangverein zu gründen. Das Vorhaben wurde einvernehmlich in die Tat umgesetzt und Lehrer Heine war der erste Dirigent. Zum Vorstand wählte man Anton Schneider und zum Kassier Josef Hefele. Die meisten Gründungsmitglieder sind auf dem Bild aus dem Jahr 1912. Als weitere Mitbegründer sind genannt:

Johann Geiger, Affalterwang
Josef Westhauser, Waldhausen
Xaver Maier, Affalterwang
und als Zögling
Engelbert Saur, Hohenberg

Auffallend ist, dass von den 19 Gründungsmitgliedern acht aus Affalterwang, einem Teilort von Ebnat, waren. Die Gemeinde Waldhausen hatte damals ca. 850 Einwohner. Die erste Singstunde war am 7. Juni 1909 und nach wöchentlich zweimaligem Proben konnte man am 15. Juli 1909 dem damaligen Pfarrer, Herrn Dekan Heinrich Matt, drei Lieder zum Namenstag als Ständchen singen. Am 26. Dezember 1909 wurde eine gelungene Weihnachtsfeier veranstaltet.

Auf 1. Mai 1910 erfolgte eine Versetzung des Dirigenten nach Wasseralfingen und an seine Stelle trat der Unterlehrer Rudolf Hägele. Viel deutet darauf hin, dass es sich um den gleichen Rudolf Hägele handelt, der später langjähriger Organist der Aalener Salvatorkirche und erfolgreicher Chorleiter des dortigen Kirchenchors war.

Unter seiner Leitung traten die Waldhäuser Sänger bei ihrem ersten Sängerfest, der Fahnenweihe des Gesangvereins Dewangen, am 5. Juni 1910 auf und trugen das Lied „Leise schleich ich durch die Flur“ von H. Rohde vor.

Die Aufzeichnungen des Vereins von 1910 – 1929 sind nur unvollständig vorhanden. Möglicherweise sind die Verhältnisse vor und während des Ersten Weltkrieges die Ursache dafür. Vorstand Schneider ist am 18. Januar 1918 gefallen.

Im Januar 1920 übernahm die Vereinsleitung Johann Kieninger, der sich oft um einen neuen Dirigenten bemühen musste, was offenbar an den damals häufigen Versetzungen der Lehrer lag. Trotz aller Probleme und auf dem Höhepunkt der damaligen Inflation wurde die Beschaffung einer Vereinsfahne angestrebt. Da das Geld beinahe stündlich im Wert sank, sammelte man Naturalien. Die 21,67 Zentner Hafer, 9,20 Zentner Gerste und 2,60 Zentner Kartoffeln, die die Bürger in Waldhausen und Umgebung bereitwillig spendeten, wurden unter fachkundiger Mitwirkung des damaligen Direktors der Papierfabrik Unterkochen, Herrn Tugendhat, in Goldmark und Schweizer Franken umgemünzt. Die Bezahlung der nun gekauften Fahne zum Preis von 319,55 Schweizer Franken erfolgte durch einen Scheck über eine Züricher Bank.

Bei der am 9. Juni 1924 feierlich begangenen Fahnenweihe gab sich der Gesangverein den Namen „Liederkranz“. Die Patenschaft übernahm der Liederkranz Unterkochen und weitere 20 Vereine nahmen an dem Fest teil.

Damals wurde August Glaser zum Fähnrich bestimmt und das blieb er dann nahezu 25 Jahre.

1928 – 1929

Der Verein nahm regen Anteil am kulturellen Geschehen in der Gemeinde und besuchte auch die Sängerfeste in Dorfmerkingen und Großkuchen.

Am Stephanstag 1929 wurde das Weihnachtsoratorium für Soli, Frauen-, Männer- und Gemischten Chor mit gutem Erfolg dargeboten.

1930 – 1932

Die Aktivität des Vereins in dieser Zeit bestand überwiegend in der Abhaltung von Sängerabenden und alljährlich wurde zu Weihnachten ein Laienspiel aufgeführt. Für offenbar mehr Schwung sorgte ab März 1932 der als Oberlehrer tätige Chorleiter Josef Hoffmann. Der Verein hatte mittlerweile 31 aktive und 23 passive Mitglieder.

Die Höfe Hohenberg und Neubau, bisher zu Unterkochen gehörend, kamen zur Gemeinde Waldhausen. Die gesamte Einwohnerzahl war inzwischen auf 950 angewachsen.

1934

Das 25-jährige Gründungsfest feierte man am 21. Mai (Pfingstmontag) im Garten des Gasthauses „Fässle“. Der Patenverein Liederkranz Unterkochen nahm mit seinem neugegründeten Damenchor, zusammen ca. 160 Sängerinnen und Sänger, teil. Auch die Nachbarvereine Liederkranz Ebnat, Liederkranz Hülen und Liedertafel Elchingen waren willkommene Gäste.

1935

Der seitherige Vorstand, Schultheiß Seubert, gab sein Amt ab und für ihn wurde Josef Borst gewählt. Ihm stellte sich gleich die Aufgabe, einen Nachfolger für den seitherigen Chorleiter Hoffmann zu suchen, da dieser wegen schlechten Singstundenbesuchs eine Weiterleitung ablehnte.

Den Dirigentenstab übernahm Lehrer Holzer und damit wurde auch der Besuch des Sängerfestes in Kleinkuchen am 26. Mai möglich. Eine Teilnahme am Wertungssingen beim Kreisliederfest am 14. Juli in Aalen wollte man nicht riskieren, jedoch war man mit der Vereinsfahne dabei.

1936

Durch eifriges Proben ermutigt, stellte man sich erstmals in der Geschichte des Vereins einer kritischen Bewertung und erhielt für den Chorvortrag „Auf der Lüneburger Heide“ die Gesamtnote „gut“. Es war dies beim 100-jährigen Jubiläum des Liederkranzes Neresheim am 28. Juni.

1937 – 1945

Die Irren und Wirren dieser Jahre gingen offenbar auch am Liederkranz Waldhausen nicht spurlos vorüber. Aus dem nun wieder sehr spärlich geführten Protokoll ist lediglich zu entnehmen, dass im Jahr 1937 im Mittelpunkt das 100 jährige Jubiläum des Patenvereins Unterkochen stand. Beim Wertungssingen erhielt man für den Chor „Jägers Morgenbesuch“ unter Leitung des aktiven Sängers Karl Brenner die Note „gut“.

Die Kreisreform von 1938 machte Aalen zum Sitz des Landkreises Aalen, der durch Zusammenlegung der Oberämter Aalen, Ellwangen und Neresheim neu gebildet wurde. Waldhausen gehörte bis dahin zum Oberamt Neresheim.

Mit Datum vom 25. Februar 1944 schreibt Vorstand Borst ins Protokollbuch: „Der Verein konnte von 1938 ab kein Protokoll mehr führen, weil er überhaupt keinen Dirigenten mehr bekommen konnte. Unsere Mitglieder mussten nacheinander in den Krieg; 8 Sänger sind gefallen.“

Ein weiterer Eintrag von ihm lautet wörtlich:
„Inzwischen ist der unglückselige Krieg zu Ende gegangen. Das Völkermorden hat ein klägliches Ende gefunden unter dem fanatischen Wahnsinn und das Regime der Nazis ist mit Stumpf und Stiel ausgerottet worden. Es beginnt eine neue Zeit. Der Maulkorb ist gefallen und wir können uns wieder frei entfalten.“

1945 – 1948

Schon am 6. Dezember 1945 hat sich Josef Borst bei der Militärregierung um die Wiederaufnahme der Sängertätigkeit bemüht. Er fand in Josef Leykauf einen Dirigenten und bereits am 6. Mai 1946 konnten 12 Sänger bei einer Sängerhochzeit ein Ständchen bringen.

Alle Bemühungen wurden angestrebt den Verein wieder zu beleben. Der Chor machte es sich zur schönen Aufgabe, die Heimkehrer aus der Gefangenschaft und auch die Heimatvertriebenen mit einem Ständchen zu begrüßen.

Einer breiten Öffentlichkeit zeigte man sich bei der 100-Jahrfeier des Liederkranzes Neuler am 30. Mai 1948. Nach dreistündiger Fahrt mit drei Pferdefuhrwerken traf man um 12:00 Uhr in Neuler ein. Nach der Teilnahme am Festzug trug der Chor „Die stille Wasserrose“ vor und es wurde dafür von allen Seiten Anerkennung und Lob gezollt. Die wiederum dreistündige Rückfahrt wurde um 17:30 Uhr angetreten. Damit soll veranschaulicht werden, was es zu dieser Zeit bedeutete, ein Sängerfest zu besuchen.

1949

Mit 40 aktiven Sängern war der Chor auf eine beachtliche Größe angewachsen. Die Mitgliederversammlung wählte Josef Brenner zum ersten Vorsitzenden, der sich damals sicher kaum vorstellen konnte, welche Aufgaben auf ihn zukommen würden, in seiner nun folgenden langen Vorstandszeit. Seine erste Aufgabe war die Bemühung um einen Dirigenten, da das Schulamt den seitherigen Chorleiter Josef Leykauf nach Reichenbach bei Dewangen versetzte. Der ehemalige Dirigent Josef Hoffmann erklärte sich bereit, den Chor wieder zu übernehmen. Vom 5. bis 6. Juni 1949 feierte man wohlgelungen und gebührlich das 40-jährige Bestehen des Vereins.

Die aktive Teilnahme an den Sängerfesten in Reichenbach, Hofen und Unterriffingen ließ die Sänger schöne Stunden unter Gleichgesinnten erleben. Begeisterung löste die Note „sehr gut“ im einfachen Volksgesang beim Wertungssingen in Hofen aus.

1950

Beim Besuch der Sängerfeste in Zöbingen, Lauchheim und Dorfmerkingen wurden gute Erfolge ersungen, so zum Beispiel in Lauchheim, wo der Chorvortrag „Morgen im Walde“ im gehobenen Volksgesang mit der Note „gut“ bewertet wurde.

Ein beeindruckendes Erlebnis für die 60 Teilnehmer war der Zwei-Tagesausflug in die oberbayerischen Berge und zu den Königsschlössern.

Die Chronik des Vereins wäre unvollständig, wenn die Theatertradition nicht genannt würde. Es gehörte geradezu zum Jahresablauf, dass der Liederkranz am Stephanstag (26. Dezember) ein Theater aufführte. Der Höhepunkt war Ende der 40 er und Anfang der 50er Jahre. Bis heute spricht man noch von den aufgeführten Volksstücken „Der Meineidbauer“, „Der Schuss im Erlengrund“, „Der Freischütz“, „Vergib uns unsere Schuld“ usw., die zum Teil auch in den Nachbarorten wiederholt wurden. Der Erlös kam oftmals einem guten Zweck, u.a. der Beschaffung der neuen Kirchenglocken zugute. Der Spielleiter Josef Leykauf, Josef Hoffmann, Eugen Elser und Georg Schäble setzten mit großer Hingabe viel Zeit und Mühe dafür ein.

1951 – 1956

Diese Jahre waren für den Verein eine Blütezeit mit reger Teilnahme an den vielen Sängerfesten im Gau, insbesondere bei den Nachbarvereinen Ebnat, Elchingen und Hülen. Auch beim Bundesliederfest vom 25. bis 27. Juli 1952 in Aalen war man dabei. Der Rosenmontagsball und der Vereinsausflug gehörten ebenso zum Jahresprogramm wie die unzähligen Auftritte bei örtlichen Veranstaltungen und Anlässen.
Mit der Erschließung des Siedlungsgebietes „Kapfenburgstraße, Hochmeisterstraße, Nikolausstraße, Sebastiansstraße“ seit 1950 war die Einwohnerzahl der Gemeinde auf ca. 1250 angewachsen.
Im Oktober 1951 zog Dirigent Hoffmann weg und sein Nachfolger war Oberlehrer Eugen Elser. Aus gesundheitlichen Gründen musste dieser jedoch seine Tätigkeit im Jahr 1953 aufgeben. Es konnte aber Chormeister Otto Spranz gewonnen werden.
Unter seiner musikalischen Leitung ersang der Chor am 25. Juli 1954 beim Gau-Sängerfest in Wasseralfingen im einfachen Volksgesang mit dem Lied „In einem Wiesental“ ein „sehr gut“. Diese Kunde drang schnell daheim durch und die Sänger wurden von ihren Mitbürgern und der hiesigen Musikkapelle am Ortseingang herzlich empfangen und zu ihrem Erfolg beglückwünscht.

Erstmals am 24. Juli 1955 dirigierte Herrmann Hutter den Chor beim Sängerfest in Kleinkuchen.

Bei der 100-Jahrfeier des Männergesangvereins Aalen am 23. Juni 1957 sangen die Chöre aus Ellwangen, Essingen, Hofen, Hüttlingen, Unterrombach und Waldhausen die „Sturmnacht“ von Otto Spranz unter Leitung des Komponisten. Dieser Vortrag der ca. 380 Sänger wurde vom Publikum mit begeistertem Beifall aufgenommen.
Die etwas krisenhafte Zeit des Vereins von 1956 – 1958 veranlasste den damaligen Schriftführer nach deren Überwindung zu folgendem Eintrag:

„Ein bisschen mehr Freude und weniger Streit,
ein bisschen mehr Liebe und weniger Neid,
ein bisschen mehr Wahrheit immerdar,
und viel mehr Hilfe bei Gefahr,
ein bisschen mehr Wir und weniger Ich,
ein bisschen mehr Kraft, nicht so zimperlich,
und viel mehr Blumen während des Lebens,
denn auf den Gräbern sind sie vergebens.“

1960
Das nachgeholte 50-jährige Jubiläum am 9. und 10. Juli 1960 mit der Weihe der neubeschafften Fahne ist vielen noch als unvergessenes Erlebnis in Erinnerung. Der Liederkranz Unterrombach hatte die Patenschaft übernommen. Das Jubiläumskonzert am Samstagabend, gestaltet von einer Abteilung des Bundeswehr-Musikcorps 10 Ellwangen, Solisten und Chor des Patenvereins, dem Kirchenchor und dem Männerchor des Liederkranzes, demonstrierte eindrucksvoll die Freude, die durch die Musik empfunden werden kann. Ein musikalischer Höhepunkt war der Festgottesdienst am Sonntag im Festzelt mit der vom Kirchenchor und Liederkranz gesungenen und vom Orchester des Musikcorps begleiteten „Missa stella maris“ von Grießbacher. Zu hören war auch das „Halleluja“ von Händel.
Mehr als 40 Vereine beteiligten sich am Festzug und 39 Chöre überbrachten ein musikalisches Geburtstagsgeschenk.

1961 – 1967

Die Jahre nach dem Jubiläum waren harmonisch gestaltet. Die traditionellen Verpflichtungen nahm man wahr und erwähnenswert ist die zeitweise Chorgemeinschaft mit dem Sängerkranz Unterriffingen. Nicht zuletzt die Tatsache, dass beide Chöre den gleichen Chorleiter hatten, führte dann auch zu gemeinsamen Liedvorträgen bei Sängerfesten.
Gemeinsame Konzerte mit dem Musikverein wurden vom Publikum gut aufgenommen. Beim Gau-Liederfest am 21. Juli 1963 in Heidenheim beurteilten die Wertungsrichter den Chorvortrag „Waldesnacht“ mit „gut“.
Die Einweihung der neuen Schule im Jahr 1964 wurde musikalisch mit gestaltet, ebenso die Einweihung der Gemeindehalle im Jahr 1967.
Der Brand des Gasthauses „Adler“ am 20. Dezember 1964 vernichtete die alte und neue Fahne. Nur die Fahnenplaketten konnten aus den Brandresten geborgen werden.
Die Mitgliederversammlung vom 7. Januar 1967 ernannte Josef Brenner zum Ehrenvorstand und wählte als seinen Nachfolger Josef Steiner. Dieser scheute keine Mühe und Arbeit, in den Verein wieder regeres Leben einkehren zu lassen und jeden Einzelnen für die Sängersache zu begeistern.
Die neubeschaffte Fahne konnte nach vorausgegangenen örtlichen Problemen erst am 16. Juli 1967 geweiht werden. Ein Festkonzert am 15. Juli anlässlich der Weihe und Chorvorträge der Gastvereine aus der Nachbarschaft bildeten einen würdigen Rahmen.

1968

Herausragende Ereignisse im Jahr 1968 waren die Faschingsveranstaltung mit dem Musikverein zugunsten der „Aktion Sorgenkind“, das Bundesliederfest in Stuttgart und die Mitgestaltung der Bürgerversammlung wegen der Eingliederung der Gemeinde Waldhausen in die Stadt Aalen.
Die Eingliederung in die Stadt Aalen sollte zum 1. Januar 1970 erfolgen.

Bereits das Jahr 1969 brachte erneut Tiefpunkte und trübe Wochen und Monate für den Verein. Im Hinblick auf die geschwächte Substanz des Männerchors strebte man die Bildung eines gemischten Chores an. Der Erfolg blieb aus, da sich zu wenige Damen finden ließen, die diese Neubildung mitgetragen hätten. Der Chorleiter war unter diesen Voraussetzungen zu einer Weiterführung nicht mehr gewillt.
Mit Helmut Spranz, Lehrer Hermann Angstenberger und Lehrer Josef Neusiedl wurde versucht, den Chor neu zu beleben. Viele Sänger vertraten jedoch den Standpunkt „ohne mich geht’s auch“, versagten sie dem Vorstand die Gefolgschaft und in einer denkwürdigen Mitgliederversammlung am 20. März 1971 wurde das Vereinsleben stillgelegt.

Dem Ehrenvorsitzenden Brenner gefiel das überhaupt nicht und er fühlte sich nach nahezu 20 Jahren Vorstandstätigkeit nochmals verantwortlich gefordert. Zumindest sollten die seit 50 Jahren aktiven Mitglieder Josef Ehinger und Josef Frank ihre verdiente Ehrung erfahren. Zu dieser Feierstunde, bei der auch der Sängerkranz Unterriffingen mitwirkte, kam es dann am 18. März 1972 unter der musikalischen Leitung von Hermann Hutter.
Im November 1972 übernahm Helmut Spranz den Dirigentenstab. Der Liederkranz spielte wieder eine Rolle im kulturellen Leben des Stadtbezirks.
Die Mitgliederversammlung am 8. März 1975 wählte Georg Dambacher zum Ersten Vorsitzenden. Mit Elan und Teamgeist ging die gesamte Vorstandschaft daran, den ureigensten Zweck eines Gesangvereins wieder in den Vordergrund zu stellen. Es gelang, den Chor neu in sich zu festigen. Die Auftritte waren wieder häufiger und die Weihnachtskonzerte erfuhren von Jahr zu Jahr eine auch vom Publikum bestätigte Steigerung.
Bei den Reichstädter Tagen in Aalen war man ab 1975 in der Chorgemeinschaft der Liederkränze Ebnat, Unterkochen und Waldhausen ununterbrochen mit dabei.
Die Mitgliederversammlung vom 12. März 1977 beschloss eine neue, zeitgemäße Satzung. Damit war auch der Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht Aalen verbunden.
Zu Beginn des Jahres 1978 übernahm Hermann Hutter wieder die Chorleitung und ist seither um die gute musikalische Weiterentwicklung bemüht.
Die örtlichen Vereine riefen 1977 die „Waldhäuser Herbsttage“ ins Leben mit dem Zweck, sich einmal jährlich gemeinsam darzustellen. Im Wechsel übernimmt einer der Vereine die federführende Verantwortung und 1979 war der Liederkranz an der Reihe, der sich hierzu mit dem Kirchenchor zusammentat. Die musikalische Gemeinschaft setzte sich auch in den Folgejahren fort.
Um die jüngere Generation dem Singen näher zu bringen wurde 1979 ein Kinderchor gegründet, der zu den Herbsttagen erstmals auftrat und nochmals dann bei der Weihnachtsfeier. Es stellte sich jedoch heraus, dass die zusätzliche Belastung für den Chorleiter auf die Dauer unzumutbar war und leider führten mehrfache Bemühungen um einen Kinder- und Jugendchorleiter zu keinem Erfolg.
Gegenseitige Besuche der Veranstaltungen, insbesondere die Wald- bzw. Gartenfeste ließen mit dem MGV Aalen eine freundschaftliche Verbundenheit entstehen. Maßgeblich daran beteiligt ist sicherlich der Erste Vorsitzende des Männergesangvereins, Hugo Grein, der sich im Liederkranz Waldhausen von 1947 bis 1950 zeitweise als zweiter Vorsitzender, unermüdlich einsetzte.
1980 – 1984
Schon frühzeitig wurden Überlegungen angestellt, wie im Hinblick auf das 75-jährige Jubiläum der Chor noch weiter verstärkt werden kann.
Durch die Erschließung der Baugebiete „Talstraße“ seit 1970 und „Grießfeld“ ab 1974 war der Stadtbezirk auf ca. 1800 Einwohner angewachsen.
Eine groß angelegte Werbeaktion führte dem Verein 19 aktive und 76 fördernde Mitglieder zu. Zum 75-jährigen Jubiläum bestand er aus 47 aktiven Sängern, 169 Fördermitgliedern und acht Ehrenmitgliedern.

75 Jubilaeum

1984 das 75. Jubiläumsjahr

Am Wochenende von 22. – 24. Juni konnten wir unser 75 jähriges Liederkranz-Jubiläum feiern. Für Stimmung im Festzelt sorgte am Freitagabend die Musikkapelle des Musikvereins Hüttlingen. Am Samstagabend feierten die geladenen Gäste aus Stadt und Land sowie die Waldhäuser Bevölkerung im brechendvollen Zelt und lauschten unserem Jubiläumskonzert, das unter Leitung von Hermann Hutter stand. Der Patenverein Liederkranz Unterkochen, sowie der Liederkranz Ebnat und der Männergesangverein Aalen bereicherten das Festprogramm durch Gesangsvorträge.
Der Sonntagmorgen stand ganz im Zeichen der Chorvorträge von mehr als 35 Gastvereinen, die uns ihr Geburtstagsständchen in der Gemeindehalle vortrugen. Leider musste der geplante Festumzug wegen schlechten Wetters kurzfristig abgesagt werden, so dass der Nachmittag mit dem Fahneneinmarsch und gemeinsamen Lieder fortgeführt wurde. Am Ende konnte der Liederkranz auf ein schönes gelungenes Fest Zurückblicken halten.
Die letzten 25 Liederkranzjahre
1985 – 1988

Die Vorstandschaft mit Georg Dambacher an der Spitze versuchte durch Ausrichten von eigenen Konzerten und Teilnahme an verschiedenen Jubiläen und Veranstaltungen die Sänger bei der Stange zu halten. Trotzdem machte sich in der Zeit nach dem Vereinsjubiläum ein gewisser Schwund von aktiven Sängern bemerkbar.
So veranstalteten wir im Mai ein Frühjahreskonzert im Fässle-Saal. Unter Leitung von Hermann Hutter erklang passend zur Jahreszeit „Südliche Sommernacht“. Im Programm wurden wir vom Männergesangverein Aalen unterstützt.
Mit einem zweitägigen Ausflug, dem ersten in der gegenwärtigen Vereinsgeschichte, pflegte man die Geselligkeit. Der Ausflug mit 56 Sängern mit Begleitung führte uns nach Roxheim bei Bad Kreuznach. Besucht wurde Idar-Oberstein mit dem Edelsteinmuseum und einer historischen noch im Betrieb befindenden Edelsteinschleiferei. Am Abend schloss sich im Schloss Wallhausen eine Weinprobe an und am Sonntagmorgen hatten wir noch ein offenes Liedersingen bei den Roxheimern Sängerkollegen.
 

Das Sängerjahr 1986 war durch Vereinsjubiläen gekennzeichnet. Die Mitwirkung startete mit dem Abend der Vereine beim Jubiläum des SV Waldhausen, wurde mit dem Sängerfest 150 Jahre Glück-Auf Wasseralfingen und 150 Jahre Liederkranz Neresheim vorgeführt. Im Dezember folgte in der Gemeindehalle ein Liederabend unter Leitung von Hermann Hutter mit stimmlicher Unterstützung von Reinhold Schlipf Tenor und Rudolf Schlipf Baß am Klavier begleitet von Gerlinde Thalheimer.

Im Jahr 1988 verstarb der langjährigen Ehrenvorsitzenden Josef Brenner. Erfreulich gestaltete sich die aktive Mitwirkung bei der 800-Jahr-Feier von Waldhausen. Sowohl beim Abend der Vereine als auch beim Festumzug wirkten wir mit. Beim Abend der Vereine bereicherten wir das Programm durch passende Lieder. Unser Beitrag beim Festumzug stand unter dem Motto: „Arbeit und Freizeit“. Eine Gruppe stellte alte Berufe wie Wagner Schmid, Scherenschleifer, Zimmermann, Büttel usw. dar, die andere Gruppe trug Sonntagskleidung aus den Jahren um 1900.
Im Dezember fand in der Gemeindehalle ein Liederabend mit MGV Cäcilia Dalkingen statt. Während des Abends wurde unser Chorleiter Hermann Hutter für 25 Jahre Chorleitung des Liederkranzes geehrt und zu seinem Abschied zum Ehrenchorleiter ernannt.

1989 – 1999

Kaspar Grimminger aus Hülen übernahm die Chorleitung und leitete beim Heimatabend der örtlichen Vereine im September 1989 anlässlich des 750-jährigen Bestehens der Kirchengemeinde St. Nikolaus unseren Auftritt. Bei der Bundesversammlung des Schwäbischen Sängerbundes 1990 in der Stadthalle in Aalen traten wir in einer Chorgemeinschaft zusammen mit Concordia Westhausen und Hülen auf. Mit Liedvorträgen wirkten wir im Herbst bei der Verabschiedungsfeier von Pfarrer Marko in der Gemeindehalle mit. Das „chorische Können des Liederkranzes“ stellten wir beim Frühjahrskonzert 1991 unter Beweis.
Ab 1991 wurden wieder regelmäßige vereinsinterne Weihnachtsfeiern abgehalten. Großer Anklang bei der Waldhäuser Bevölkerung fand ein Liednachmittag am 22.3.1992 unter dem Motto: „Schule und Verein“. Mit einem Silcherlied „In einem kühlen Grunde“ verewigte sich der Liederkranz zum ersten Mal auf einem CD-Tonträger, der für musizierende Aalener Vereine herausgebracht wurde. Aktiv waren wir auch beim Bezirkskonzert des Eugen-Jaekle-Gaus in der Talsporthalle in Wasseralfingen mit der Chorgemeinschaft Unterrombach und Fachsenfeld dabei. Zur letzten Ruhe durften wir am 8.5.1993 unser Ehrenmitglied und Ortsvorsteher Hans Dambacher begleiten.
Im Frühjahr 1994 gestalteten wir zusammen mit dem Mandolienen-Orchester Ebnat und dem Gastchor Liederkranz Unterrombach ein vielbesuchtes Konzert.
Trotz immer wieder versuchter Gewinnung von neuen Sängern, nahm die Zahl der Sänger über die Jahre stetig ab. Im Herbst 1994 fasste die Vorstandschaft unter Leitung von Georg Dambacher den Entschluss zur Gründung eines Kinder- und Jugendchores sowie der Gründung eines Frauenchores bzw. Gemischten Chores. In einer außerordentlichen Sängerversammlung am 22.9.1994 stimmten 28 Sänger für und 2 gegen die Gründung der neuen Chöre. Für die Leitung des Kinder- und Jugendchores konnte Renate Maile aus Hülen gewonnen werden, die bald darauf mit den Proben begann. Die erste Frauensingstunde mit 13 Frauen fand dann am 9.3.1995 statt. Bei der Feier zur
25-jährigen Eingemeindung nach Aalen trat der Liederkranz dann zum ersten Mal mit dem Kinder- und Jugenchor sowie mit dem Gemischten Chor auf. Die gemischtchörigen Auftritte setzten sich mit einem Geburtstagsständchen für den Liederkranz Röhlingen zu seinem 150 jährigen Jubiläum fort.
Am Stephanstag 1996 gestalteten wir einen feierlichen Gottesdienst in der St. Nikolauskirche mit. Ein ganz besonderer Höhepunkt stellte für viele Sängerinnen und Sänger 1997 sicherlich das Mitwirken bei der Feier zum 200. Geburtstag von Franz Schubert im Konzerthaus in Wien dar.
 

Auch beim 75-jährigen Vereinsjubiläum des Krieger- und Reservistenvereins leisteten wir 1998 einige Chorbeiträge. Unter Leitung unseres Dirigenten Kaspar Grimminger trugen wir zusammen mit dem Liederkranz Hülen einen großen Gesangsblock zum Gelingen des Bezirkskonzertes in Unterschneitheim bei.
Bei der Mitgliederversammlung im Januar 1999 übergab unser 1. Vorsitzender Georg Dambacher nach 25-jährigen Vereinsleitung die Leitung an Helmut Himml.
1999 bis heute

Mit einer gelungenen Vorstellung zeigte sich der Liederkranz der Bevölkerung beim Frühjahrskonzert 1999, welches dieser mit dem eigenen Kinder- und Jugendchor, dem Gemischten Chor, dem Männerchor sowie dem Gastchor „Tonart“ Unterrombach gestaltet.
Anstelle eines traditionellen Gartenfestes versuchten wir in der „Baumgärtner Scheune“ beim Eichwald unser 1. Scheunenfest. Trotz gelungenem Einstand konnte das Fest aus infrastrukturellen Gründen keine Fortsetzung finden. Beim Festabend zum 75-jährigen Bestehen des Musikvereines wirkten wir dann zum letzten Mal unter der Leitung von Kaspar Grimminger mit.
Mit einem Geburtstag-Ständchen in der Kirche in Hülen feierten wir unter Angelika Freitag im Juni 2000 mit dem Liederkranz Hülen das 75-jährige Jubiläum. Das Sängerjahr wurde mit einem Adventskonzert, das wir zusammen mit dem Kinderchor, dem Gemischten Chor, dem Männerchor sowie der Gitarrenspielgruppe gestalteten, beschlossen.

Unvergessen und ein wahres Highlight war für viele Sängerinnen und Sänger der Ausflug der Chorgemeinschaft Hülen/Waldhausen vom 24. – 27.5.2001 nach Dresden.
Hier gestalteten wir mit der Messe No. 7 von Charles Gounod den Sonntagsgottesdienst in der Dreikönigskirche. Beim Ausflug in die Semper-Oper nahmen wir die Gelegenheit wahr
einmal im Theatersaal zu singen, dies kann sicherlich nicht jede Sängerin bzw. Sänger von sich erzählen.

Eine von Vorstand Helmut Himml schon länger ins Auge gefasste Idee wurde im Herbst 2002 umgesetzt. So veranstaltete der Liederkranz ein Konzert unter Leitung von Marion Dieterich mit „3 Waldhäuser Chören“. Unter dem Motto: „Wie lieblich schallt durch Busch und Wald“ sang der Liederkranz Waldhausen/Lorch, Waldhausen/Geislingen und Waldhausen/Aalen passend zum Motto, wunderschöne Lieder. Eine Wiederholung des Konzertes mit den einstudierten Liedern fand bald darauf in Waldhausen/Lorch statt.
Nach dem gesanglichen Mitwirken beim Sonntagsgottesdienst am 25. Mai 2003 hielten wir anschließend vor dem Kindergarten ein Platzkonzert ab, welches vom Musikverein umrahmt wurde. Die Zuhörer belohnten diesen Auftritt mit viel Beifall.
Herausragend und noch lange in Erinnerung bleiben werden die Eindrücke vom Deutschen Chorfest in Berlin, das wir vom 19.- 22. Juni 2003 besuchten. An vielen Plätzen der Stadt wurde Chormusik vom Feinsten geboten. Selbst mitwirken durften wir hier bei der Gemeinschaftsveranstaltung des Eugen-Jaekle-Gaus auf der Freitreppe am Gendarmenmarkt.
Ein Halbtagsausflug mit Wanderung von Eybach zu unseren Sängerkameraden nach Waldhausen/Geislingen mit anschließendem Besuch in „Unterbauers Besenwirtschaft“ pflegte die Geselligkeit. Die Geburtstagsfeier „100 Jahre Weißes Rössle in Brastelburg“ wurde mit unseren Chorvorträgen bereichert. Zugunsten des Kindergartens hielten wir am 30.11. 2003 ein Benefizkonzert in der Kirche St. Nikolaus ab.

Anlässlich einer Feierstunde für die „Bundesversammlung des Schwäbischen Sängerbundes“ in Giengen/Brenz beteiligten wir uns 2004 in einer Chorgemeinschaft. Zum Gelingen der Eröffnungsfeier für die Veranstaltung „Aalen City blüht“ trugen wir mit einigen Chorvorträgen unter Leitung von Marion Dieterich bei. Interessant war für viele auch der Tagesausflug nach Bad Friedrichshall mit Besuch des Salzbergwerkes.

Den Abschluss der Konzerte mit allen „3 Waldhäuser Chören“ fand dann in Eybach bei dem Festkonzert „125 Jahre Waldhausen/Geislingen“ am 9. April 2005 in der Eybach-Halle statt.
Das Konzert im Juni 2005 unter Leitung von Marion Dieterich mit dem Motto „Herzklopfen“ forderte uns gesanglich stark. In der Programmfolge wurden wir durch die Mitwirkung der Gitarrengruppe Waldhausen unterstützt.
Beim großen Sängerfest bei unseren Freunden in Waldhausen/Geislingen am 5.Juni 2005 durften wir natürlich auch mitfeiern. Ein weiteres Sängerfest „150 Jahre Liederkranz Fachsenfeld“ und die Gauchortage forderten die Sängerinnen und Sänger. Anstelle eines Gartenfestes veranstalteten wir am 9. Oktober 2005 das 1. Kirchweihfest in der Gemeindehalle, gefolgt von einem Kirchenkonzert. Hier sangen wir zum letzten Mal unter der Leitung von Marion Dieterich, die uns leider auf Jahresende verließ.

Eine besondere Ehre war das Ausrichten des Gautags 2006 vom Eugen-Jaekle-Gau in der Gemeindehalle. Im Herbst führte uns ein Ausflug an den Bodensee. Stationen waren Bad Schussenried mit Klostersaal und Bierkrugmuseum, Klosterkirche Birnau und Meersburg. Die Rückfahrt führte uns über Waldhausen/Geislingen, wo der Ausflug in „Unterbauers Besen“ einen zünftigen Ausflugabschluss fand.

Im Jahre 2007 gratulierten wir der Liedertafel Elchingen zum 150-jährigen Jubiläum. Ein Tagesausflug führte uns ins schöne Maintal nach Karlsstadt und weiter nach Veitshöchheim mit Besuch von Schloss und Garten. Nach einem Besuch der Marienburg und Würzburg kehrten wir in einer fränkischen Besenwirtschaft ein.
Unter dem Motto: „Melodien zum Verlieben“ entführten wir die Zuhörer unter Leitung von Dieter Glinkowsky bei unserem Frühjahrskonzert 2008 in vergangene Zeiten. Am 28. Juni durften wir bei der Jubiläumsfeier „175 Jahre Liederkranz Unterkochen“ mitwirken. In der Kirche in Ohmenheim gratulierten wir dem Liederkranz Ohmenheim zum 150-jährigen Bestehen. Zum Gelingen des Festabends; beim Abend der Vereine von „75 Jahre Obst & Gartenbauverein“, trugen wir durch einige Chorvorträge unter Leitung von Franz Xaver Klotzbücher bei.

Dem aufmerksamen Leser dieser Chronik mag nicht verborgen geblieben sein, dass der Verein durch politische, wirtschaftliche und auch menschliche Krisen geschüttelt wurde. Vor dem endgültigen „Aus“ fanden sich jedoch immer beherzte Männer, die Verantwortung auf sich nahmen und im Blick auf das Ursächliche mit Gleichgesinnten den Verein weiterführten. Durch die Vereinsführung von Georg Dambacher ab 1975 kam der Verein in ruhigeres Fahrwasser. Zu Recht dürfen wir stolz sein, in unserer Gemeinde in der heutigen schnell lebenden Zeit die Tradition des Gesangs, insbesondere das gemeinsame chorische Singen eines der höchsten Kulturgüter, bewahrt und aufrecht erhalten zu haben. Hoffen wir, dass das auch in Zukunft so sein wird. Tragen wir unseren Teil dazu bei, vielen Menschen, aber auch uns selbst, die Freude und den Trost des Liedes zu lassen, getreu unserem Fahnenspruch:

Fahne Fahne

 
„In Freud und Leid
zum Lied bereit“.

Jubiläumsjahr 2009

Seit Herbst 2008 bereiten wir uns auf das Jubiläumsjahr 2009 vor. Auf der Suche nach Verstärkung riefen wir Anfang 2009 einen Projektchor ins Leben. Hier fanden wir durch Kooperation mit dem Kirchenchor 7 Stimmen plus 4 Neustimmen, so dass wir im Jubiläumsjahr von diesem Projektchor mit 11 Stimmen unterstützt werden. Nach unserem Festabend stehen 2 Geburtstagsständchen für 150 Jahre Liederkranz Unterrombach und Männergesangverein Neubronn auf dem Programm. Unser Jubiläumsausflug wird uns
4 Tage in die Gegend um Bad Reichenhall, Königssee und Salzburg führen.
Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet unser Kirchenkonzert am 28. November in der St. Nikolauskirche.
 

Seit Herbst 2008 bereiten wir uns auf das Jubiläumsjahr 2009 vor. Auf der Suche nach Verstärkung riefen wir Anfang 2009 einen Projektchor ins Leben. Hier fanden wir durch Kooperation mit dem Kirchenchor 7 Stimmen plus 4 Neustimmen, so dass wir im Jubiläumsjahr von diesem Projektchor mit 11 Stimmen unterstützt werden. Nach unserem Festabend stehen 2 Geburtstagsständchen für 150 Jahre Liederkranz Unterrombach und Männergesangverein Neubronn auf dem Programm. Unser Jubiläumsausflug wird uns
4 Tage in die Gegend um Bad Reichenhall, Königssee und Salzburg führen.
Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet unser Kirchenkonzert am 28. November in der St. Nikolauskirche.

Besondere Ehrungen der letzten 25 Jahre:

1988 wird Engelbert Saur und Hermann Hutter für besondere Verdienste durch den Eugen-Jaekle-Gau ausgezeichnet, sie erhalten die goldene Ehrennadel und eine Urkunde.
Der Liederkranz Waldhausen ernennt Hermann Hutter zu seinem Ehrenchorleiter.
1990 feiert Hermann Hutter sein 40 jähriges Chorleiterjubiläum.
1995 Verleihung der goldenen Ehrennadel des Eugen-Jaekle-Gaus mit Urkunde für 20 Jahre Vorstand beim Liederkranz Waldhausen.

Die goldene Ehrennadel mit Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes erhielt
für 50 Jahre aktives Singen
:

1997 : Heiner Saur
1999 : Anton Hahn, Josef Graser
2001 : Martin Mühlberger
2003 : Simpert Baur
2004 : Engelbert Saur
2006 : Hubert Erhard, Georg Dambacher, Bruno Graser
2007 : Ludwig Bess, Josef Frank

für 60 Jahre aktives Singen:

2007 : Heiner Saur

Besondere Ereignisse:
1924 Erste Fahnenweihe
1934 25 Jahre Liederkranz
1960 Fahnenweihe und 50-jähriges Jubiläum
1977 Einführung einer zeitgemäßen Vereinssatzung
1984 75 Jahre Liederkranz
1988 Ergänzung der Satzung durch eine Geschäftsordnung
1992 Aufnahme der Jugendordnung in die Vereinssatzung
1994 Gründung eines Kinder- und Jugendchores
1995 Gründung eines Gemischten Chores


Vorstände
1909 – 1918 Anton Schneider 1958 – 1967 Josef Brenner
1920 – 1926 Johann Kieninger 1967 – 1971 Josef Steiner
1927 – 1935 Schultheiß Seubert 1972 – 1975 Josef Brenner
1935 – 1949 Josef Borst (Ehrenvorstand) 1975. - 1998 Georg Dambacher
1949 – 1956 Josef Brenner 1999. – 2007 Helmut Himml
1957 Josef Frank seit 2008. Adolf Lang


Dirigenten
1909 – 1910 Bernhard Heine, Unterlehrer
1910 – 1921 Rudolf Hägele, Unterlehrer
1921 – 1923 Hans Weller, Lehrer
1923 – 1924 Buck, Lehrer
1924 - ? Failer, Lehrer
1926 – 1927 Huber
1927 – 1929 Karl Schenk, Lehrer
1929 – 1930 Schlude, Lehrer
1931 – 1932 Xaver Sauer
1932 – 1935 Josef Hoffmann, Oberlehrer
1935 – 1935 Holzer, Lehrer
1935 – 1937 Anton Kölle, Lehrer
1945 – 1949 Josef Leykauf, Lehrer
1949 – 1951 Josef Hoffmann, Oberlehrer
1951 – 1953 Eugen Elser, Oberlehrer
1953 – 1957 Otto Spranz, Chormeister
1957 Hermann Hutter
1958 Bruno Heinz, Lehrer
1959 – 1969 Hermann Hutter
1969 – 1971 Helmut Spranz, Hermann Angstenberger und Josef Neusiedl
1972 – 1977 Helmut Spranz
1978 -- 1990 Hermann Hutter
1990 1999 Kaspar Grimminger
1995 – 2003 Renate Maile (Kinderchor)
2000 - 2001 Freitag Angelika
2001 - 2005 Marion Dieterich
2006 - 2008 v. Gati und Dieter Glinkowsky
Mitte 2008 Franz Xaver Klotzbücher


Die Vereinsleitung im Jubiläumsjahr 2009

1. Vorsitzender Adolf Lang
Chorleiter Franz Xaver Klotzbücher
Schriftführer Gabi Thorwarth
Kassenverwalter Eberhard Hell
Vertreter der aktiven Sänger
Hans-Günter Schmid
Hartmut Brenner
Martha Sydow
Elke Baier
Vertreter der fördernden Mitglieder
Patritz Gentner

Unsere Sänger im Jubiläumsjahr 2009

1. Tenor:
Erhard Hubert
Lindacher Alois
Minder Helmut
Kohler Markus
Brenner Hartmut
 
2.Tenor:
Buchstab Georg
Dambacher Reinhold
Lang Adolf
Marx Dieter
Schmid Raimund
Scholz Siegfried
Staudenecker Josef
 
Bass 1:
Bess Ludwig
Frank Josef
Hutter Franz
Mühlberger Alois
Pfeilmeier Edmund
Saur Engelbert
Waibel Kaspar
 
Bass 2:
Baur Simpert
Dambacher Gerhard
Graser Bruno
Hell Eberhard
Himml Helmut
Sauer Helmut
Schmid Hans-Günter

Unsere Sängerinnen im Jubiläumsjahr 2009

Sopran:
Balluff Paula
Brenner Ingrid
Dambacher Angela
Dangelmaier Barbara
Kaufmann Gertrud
Maier Mathilde
Mühlberger Mathilde
Rieger Monika
Saur Anne
Alt:
Baier Elke
Baur Lydia
Grupp Renate
Klopfer Maria
Lang Sigrid
Speiser Hannelore
Sydow Martha
Thorwarth Gabi
Weber Anne

Projektchor

Sopran:
Grabatin Andrea
Haas Monika
Maier Rita
Ruf Maria
Weber Jutta
 
Alt:
Begehold Edeltraut
Bess Anna
Erhard Anna-Maria
Friedel Emma
Hutter Maria
Litke Relindis…

Festprogramms siehe Festabend 6.Juni 2009

 

 



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